DGSI

D-Grid Scheduler Interoperability

Ein Vorteil von grossen Föderationen von Forschungsgemeinschaften (Communities) mit unterschiedlichen, heterogenen Ressourcen wie dem D-Grid liegt in der Möglichkeit, Ressourcen bei Bedarf gemeinsam zu nutzen, um eigene Kapazitätsengpässe oder Anforderungen hinsichtlich spezieller Eigenschaften  der Ressourcen, die nicht lokal erfüllt werden können, durch die Nutzung von Ressourcen einer anderen Community auszugleichen. Diese Vorteile einer Grid Infrastruktur können aber nur eingeschränkt genutzt werden, da in der Regel in den Communities unterschiedliche, nicht unmittelbar kompatible Systeme für das Management der lokalen Ressourcen eingesetzt werden. Ein weiteres Hindernis liegt in der – erwünschten - Autonomie der Communities, die einen unmittelbaren Zugriff einer entfernten Community auf die lokalen Systeme für Ressourcenmanagement unterbindet.

Das Gap-Projekt »DGSI« konzipiert und entwickelt eine Interoperabilitätsschicht für Scheduling in Service Grids, die es Benutzern einer Community erlaubt, Arbeitslast auf Ressourcen einer anderen Community zur Ausführung zu bringen. Hierbei soll insbesondere der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die einzelnen, spezialisierten Scheduling-Lösungen der Communities weiterhin Bestand haben.

Zu diesem Zweck werden die vorhandenen Systeme verschiedener Service Grids im Rahmen des Projekts an die Interoperabilitätsschicht angebunden. Dieses Vorgehen stellt zudem sicher, dass die im D-Grid vorhandenen Rechen- und Speicherressourcen allen Communities nachhaltig zur Verfügung stehen können. Weiterhin wird im Projekt in Zusammenarbeit mit der SLA-Schicht angestrebt, den Nutzern Qualitätsgarantien für die Ausführung ihrer Arbeitslast zusichern zu können. Bei der Umsetzung wird konsequent auf anerkannte offene Standards gesetzt, um die Interoperabilität von D-Grid im internationalen Kontext zu stärken.